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Innovation Nr. 1:
Vorbereitung der Punktfundamente,
Lehmputzgewinnung, Erdwärmetauscher
Bei der Vorbereitung des Bauplatzes fallen keine Baurestmassen
an, da zum einen durch die spezielle Konstruktion der Aushub für
ein Untergeschoß entfällt und zum anderen anfallendes
Material direkt an der Baustelle für Vorbereitungen des Kaltluftabflusses
verwendet wird. Mit dieser baulichen Maßnahme kann die Wärmedämmleistung
der Bodenplatte optimiert werden. Besonders innovativ ist dabei
die Lehmputzgewinnung für die Außenanwendung. Diese Vorgangsweise
stellt eine zentrale Aufgabe für die Demonstration von Alternativen
zum konventionellen Bauen dar, wo der Bodenaushub fast die Hälfte
des gesamten Abfallaufkommens bzw. mehr als das Dreifache aller
anderen Baurestmassen ausmacht. Solche umweltfreundlichen Dienstleistungen
werden von Unternehmen weder vermarktet, noch sind Lösungen
wie "direktes Materialrecycling" und das "Schließen
von Stoffkreisläufen" durch Nutzung von Ressourcen vor
Ort bei der Errichtung eines Gebäudes derzeit serienmäßig
am Markt erhältlich. Außerdem wird in dieser Phase der
Erdwärmetauscher eingebaut.
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Innovation Nr. 2:
Umweltfreundliche
Herstellung ressourceneffizienter Punktfundamente für unterlüftete
Gebäudeplatte
Mit den für das S-House entwickelten Punktfundamenten wird
eine innovative Lösung gezeigt, die den Verbrauch an Beton
und anderen mineralischen Ressourcen gegenüber herkömmlichen
Fundamenten um ein Vielfaches reduziert und eine speziell an die
Oberkonstruktion angepasste konstruktive Lösung darstellt.
Wie oben beschrieben, ist für die geplante Konstruktion der
Abfluss der Kaltluft unter dem Gebäude wesentlich, damit sich
keine kalte und feuchte Luft im Bereich der Bodenplatte ansammeln
kann und damit den Dämmwert verringert.
Die Vorteile der Punktfundamente gegenüber einer konventionellen
Lösung (z.B.: Betonplatte) im einzelnen sind:
· Geringerer Ressourcenverbrauch
· Weniger versiegelte Fläche
· Geringeres Aufkommen an Bodenaushub
· Bessere Kombinierbarkeit mit Konstruktionen auf Basis nachwachsender
Rohstoffe
· Leichtere Demontage und bessere Rückbaubarkeit
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Innovation Nr. 5:
Lehmdirektverputz
auf Strohballen
Mit dem Lehmverputz direkt auf Stroh wird eine Alternative zu den
sonst üblichen Folien (meist Verbundstoffe aus fossilen Kunststoffen)
demonstriert. Diese Art des Verputzens wird nicht am Markt angeboten
und wird nicht vermarktet. Es handelt sich um eine Neuentwicklung
speziell für das S-House, insbesondere da der Rohstoff vor
Ort gewonnen, aufbereitet und verarbeitet wird.
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Innovation Nr. 6:
Wärmebrückenfreie
Strohwandaufbauten und Test-Wandsegmente
Neu entwickelte Wandkonstruktionen, basierend auf den Ergebnissen
bereits von der GrAT durchgeführter Entwicklungsarbeit, spielen
eine essentielle Rolle für die Demonstrationsaktivitäten
im Projekt. Mit diesen Innovationen werden gänzlich neue Lösungen
für passivhaustaugliche Wandkonstruktionen gezeigt, deren Funktionalität
durch spezielle Messungen erfasst und demonstriert wird.
Neuentwicklungen müssen geltenden Rechtsnormen entsprechen,
daher sind Material- und Bauteiltests notwendig, deren Ergebnis
nicht nur die Einsetzbarkeit ermöglichen, sondern auch wichtiger
Bestandteil der Dissemination sind und die erfolgreiche Verbreitung
innerhalb der Zielgruppen unterstützen sollen.
Test-Wandteilsegmente werden in die Strohballen-Dämmebene integriert
um Vergleichswerte verschiedener Nachwachsender Dämmmaterialien
und konventioneller Dämmstoffen zu erfassen. Die Ergebnisse
werden dokumentiert, visualisiert und sind für Jedermann abrufbar.
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Innovation Nr. 7:
Wärmebrückenfreie
strohballengedämmte Boden- und Deckenelemente
Zur Realisierung einer passivhaustauglichen Gebäudehülle
wurden neben den Wandelementen auch die entsprechenden Boden und
Deckenelemente speziell für die Kriterien im S-HOUSE entwickelt
und an die vom Strohbau gestellten Anforderungen angepasst. Insbesondere
gilt es dabei zu demonstrieren, dass Boden- und Deckenelemente mit
Strohdämmung bzw. mit geeigneten anderen nachwachsenden Rohstoffen
wesentlich umweltfreundlicher und nachhaltiger sind als die sonst
üblichen Lösungen auf Basis von mineralischen Rohstoffen.
Außerdem sind die Anforderungen an die Anschlussdetails durch
das abgesetzte Dach und das kellerfreie Fundament nur durch neu
entwickelte Sonderkonstruktionen zu erfüllen.
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Innovation Nr. 8:
Luftdichte
passivhaustaugliche Anschlussdetails und innovative Sonderkonstruktionen
Luftdichtheit ist eine zentrale Anforderung an Passivhäuser,
die meist mit Folien und Schäumen, die aus fossilen Rohstoffen
hergestellt sind, erfüllt wird. Die Anschlussdetails stellen
zwar die größte Herausforderung für die Planer und
ausführenden Betriebe dar, umweltfreundliche Lösungen
gibt es aber kaum. Umso größer ist die Rolle, welche
die neuen, speziell für das S-HOUSE entwickelten Lösungen
auf Basis Nachwachsender Rohstoffe für die Demonstrationsaktivitäten
spielen.
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Innovation Nr. 9:
Innovative,
materialoptimierte statische Elemente
Die Ausführung erfolgt teilweise in Massivholz-Plattenkonstruktion
mit weitestgehend metallfreier Ausführung der Anschlüsse.
Diese Anforderungen erfordern zusätzlichen Planungs- und Entwicklungsaufwand
und konnten nur durch speziell angefertigte Sonderkonstruktionen
erfüllt werden. Die ausschließlich für das S-HOUSE
hergestellten statischen Innovationselemente sind wesentliche Bestandteile
des Demonstrationsvorhabens, gilt es doch den Besuchern des S-HOUSE
eine funktionale Alternative zu den herkömmlichen Stahlbetonkonstruktionen
zu zeigen.
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