INFO FOTOS KONTAKT DOWNLOAD LINKS GALERIE Gruppe Angepasste Technologie
  Allgemein
  Wichtigste Innovationen
  Passivhaus und Nawaros
  Messkonzept
  Informationszentrum
  News / Veranstaltungen
  FAQs
 
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelles

  01.09.2006 16:58
  GRAT BEI DEN ALPBACHER TECHNOLOGIEGESPRÄCHEN 2006
 

Die „Alpbacher Technologiegespräche“, die wichtigste Veranstaltung in Österreich zum Thema Wissenschaft, Wissenschaftspolitik, Technologie und Forschung, beschäftigte heuer mit dem Thema „Komplexität, Konvergenz, Gewissheit – Der Prozess von der Wissenschaft zur Technologie“.



Am 25.08.06 gab es unter dem Titel „Hochleistungs-Werkstoffe aus der Natur als Wachstumschance für die Wirtschaft“ und betreut durch den Kunststoff-Cluster Niederösterreich Vorträge namhafter Experten zu dem Themengebiet Nachwachsende Rohstoffe und Biokunststoffe. Die Beiträge spannten den Bogen vom letzten Stand der Forschung bis hin zur ambitionierten, innovativen Nutzung der Ergebnisse.

„Dämmung aus Strohballen, Statik aus Holz, Verbindungen aus Biopolymeren – das „kompostierbare Haus“ ist keine Utopie mehr. Mit diesem Statement zeigt Dr. Robert Wimmer (GrAT) auf, was bereits heute möglich und auch wirtschaftlich ist. Mit dem S-HOUSE entwickelte und plante die GrAT in Kooperation mit Architekten Scheicher eine zweigeschossiges Bürogebäude in Passivhausbauweise, das zur Gänze aus nachwachsenden Baustoffen besteht. Das S-HOUSE steht in der Klimabündnisgemeinde Böheimkirchen/NÖ. Die konsequente Umsetzung mit biogenen Materialien führte zu komplett neuen Lösungen. Stroh wurde als Dämmstoff, Holz als statisches Element und Biokunststoff für Befestigungselemente (TREEPLAST Schraube) verwendet. Das Ergebnis ist eine Gebäude mit höchster Funktionalität, gesundem Raumklima, wirtschaftlicher Bauweise und kreislauffähigen Komponenten. Nur ein Zehntel an Ressourcen und ein Zwanzigstel an Energie wird für die Errichtung, Nutzung und Entsorgung des S-HOUSE Demonstrationsgebäudes im Vergleich zu konventionellen Gebäuden benötigt. Die positiven Effekte der Verbreitung dieser Technologie sind die Lösung der Baurestmassenproblematik, Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs, regionale Wertschöpfung und geringes Risiko. Dieses „Haus der Zukunft“ ("www.hausderzukunft.at", bmvit) demonstriert das Potenzial von neuen Werkstoffen aus der Natur sehr anschaulich.

Speziell über den Werkstoff Holz sprachen Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. nat. techn. Teischinger Alfred vom Institut für Holzforschung der BOKU Wien („Was leisten Naturstoffe aus der Sicht der Forscher“) und Dr. Raimund Mauritz von der Doka Industrie GmbH in Amstetten („Hochleistungsanwendungen im Schalungsbau“). Sowohl in der Praxis im Schalungsbau als auch in Forschungsergebnissen ist Holz anderen Verbundwerkstoffen überlegen und eignet sich hervorragend für eine Vielzahl von Anwendungen. Als natürlicher Faserverbundstoff besitzt er Eigenschaften, die im Schalungsbereich von keinen anderen Material bei gleichen Kostenaufwand erreicht werden können. Allerdings kämpft Holz genauso wie andere Nachwachsende Rohstoffe mit einem Imageproblem. Deshalb sollte auch verstärkt in Bewusstseinbildung und Imagepflege investiert und auch seitens der Forschungspolitik solche Maßnahmen besser unterstützt werden.

Der große Bereich der Biopolymere wurde von Dr. Andreas Windsperger vom Institut für Industrielle Ökologie in St. Pölten, Univ. Lektor Dipl.-Chem. Hanswerner Mackwitz vom Alchemia-Nova Institut für Innovative Pflanzenforschung in Wien (Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen im täglichen Einsatz) und von Dr. Harald Kaeb von european bioplastics in Berlin (Rahmenbedingungen in Deutschland zur Markterschließung im Bereich Biokunststoff Verpackungen) behandelt. Die Potenziale von Biokunststoffen sind für das Land Niederösterreich hoch und auf europäischer Ebene soll der Bedarf bis 2010 um das Zwanzigfache auf 1Mio t pro Jahr steigen.

Weiteres referierten noch Dr. Haio Harms vom Research & Development Department der Lenzing AG (Naturfasern Lyocell ein Rohstoff aus der Natur) und ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Jürgen Stampfl vom Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie (E308) der Technische Universität Wien.



Diese Veranstaltung zeigte, dass die Thematik Nachwachsende Rohstoffe und Werkstoffe spannend und technisch sowie wirtschaftlich interessant ist. Als Erinnerung an die Veranstaltung wurde jedem Teilnehmer eine TREEPLAST Schraube, welche auch im S-HOUSE eingebaut wurde, von Dr. Robert Wimmer überreicht.

 
 
 

S-HOUSE

  Mit dem S-House wird das „Faktor 10“-Konzept im Baubereich umgesetzt und den Kriterien nachhaltigen Bauens entsprochen. Die Reduktion des Energieverbrauchs auf ein Zehntel im Vergleich zum heutigen Stand der Technik wird durch den Einsatz der Passivhaustechnologie erreicht. Durch die Verwendung...>>
 

 
Das Gebäudekonzept und die eingesetzten Komponenten entsprechen den gegenwärtigen Bedürfnissen der BenutzerInnen, ohne künftigen Generationen Entsorgungsprobleme zu hinterlassen oder eine Nachnutzung aufzuzwingen. Baustoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen stellen eine wesentliche Grundlage für ein nachhaltiges Bauen dar.
 

 
Das Projekt wird innerhalb der Programmlinie "Haus der Zukunft" durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. Unter "Haus der Zukunft" sind Wohn- und Bürobauten zu verstehen, die im Vergleich zur derzeitigen Baupraxis in Österreich Kriterien der erhöhten Energieeffizienz, des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energieträger, insb. Solarenergie, der erhöhten Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie des effizienten Materialeinsatzes, der vermehrten Berücksichtigung von Service- und Nutzungsaspekten für die BenutzerInnen von Wohn- und Bürogebäuden sowie dem Ziel der mit herkömmlichen Bauweisen vergleichbaren Kosten entsprechen.
 
 
S-HOUSE-Folder
De / En
Das S-HOUSE Projektteam
Ausstellung in Japan
S-HOUSE gewinnt Global 100 ECO-TECH Award
S-HOUSE-Film, Staatspreis 2006
 
Hello