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R.I.O. steht für R - Ressourcenverbrauch reduzieren I - Innovationen implementieren O - Optimieren
Am 21. September wurde in Wien bereits zum vierten Mal der R.I.O. Award der Aachener Stiftung Kathy Beys übergeben. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird in zwei Kategorien für besonders ressourcenschonende Produkte sowie für Regionen vergeben. Der Wettbewerb rückt den Verbrauch begrenzter Ressourcen in den Mittelpunkt, in dem bahnbrechende Innovationen prämiert werden, die sich durch einen besonders intelligenten Umgang mit Rohstoffen auszeichnen. „Die Rohstoffkosten kennen seit ein paar Jahren nur einen Weg: Nach oben! Die stark wachsende Nachfrage aus China, Indien und anderen Ländern nach Energierohstoffen und anderen strategischen Ressourcen trifft auf ein nicht mehr wachstumsfähiges Angebot. Die Märkte nehmen diese ersten Knappheitssignale so empfindlich wie ein Seismograph wahr. “ analysiert Klaus Dosch, der wissenschaftliche Leiter der Aachener Stiftung. „Die mit dem R.I.O. Award ausgezeichneten Produkte zeigen, wie Produkte in Zukunft aussehen werden. Material- und Energiebedarf wird durch intelligente Konstruktion vermindert. Hirnströme statt Massenströme!“ so Dosch.

Den ersten Platz in der Kategorie "Produkte & Systemlösungen" belegte das S-House der Gruppe Angepasste Technologie der TU Wien für ein Baukonzept, dass ein Büro- und Seminargebäude mit einem Zehntel der üblichen Menge an Ressourcen errichtet hat. Die Innovation des Hauses, das ohne eine konventionelle Heizung auskommt, ist die hervorragende Dämmung aus Strohballen. Dieser altertümlich anmutende Reststoff aus der Landwirtschaft wird im architektonisch anspruchsvollen Gebäude perfekt verarbeitet und erfüllt alle Anforderungen mit Leichtigkeit. Schon die Heizkosten sprechen für sich: Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 400 m² wird mit einem Festmeter Holz beheizt, das in einem speziell entwickelten Ofen an besonders kalten Tagen verbrannt wird. Die Kosten dafür: rund 50 Euro pro Jahr!
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