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Aktuelles

  13.04.2007 16:54
  ÖKOLOGISCHER WEGEBAU UND FUNDAMENTE
 

In Österreich werden täglich 20ha Fläche versiegelt. Das entspricht fast 30 Fußballfeldern, die jeden Tag verbaut werden. Dass es auch ökologische Lösungen im Baubereich gibt, die weniger Energie und Ressourcen benötigen und zudem Klima schonender sind als herkömmliche, wurde im Rahmen der Veranstaltung „Ökologische Lösungen für erdberührte Bauteile“ am 30. März 2007 im S-HOUSE in Böheimkirchen gezeigt.



Welche Unterschiede bei baulichen Lösungen im Haus- und Gartenbau in Bezug auf Energie- und Ressourcenverbrauch bestehen, wurde anhand der Studienergebnisse einer ökologischen Bewertung von Hannes Hohensinner (GrAT/TU Wien) dargestellt. Die Arbeit wurde in Kooperation mit dem Faktor 10 Institut Österreich durchgeführt. Dabei schneiden ungebundene Oberflächen, wasserdurchlässige Beläge und Beläge aus Nachwachsenden Rohstoffen am besten ab. Solche Best Practice Lösungen wurden von den Firmen Wopfinger und Dornetshuber in Theorie und Praxis vorgestellt. Eine Alternative zu Zement als Betonbindemittel ist Slagstar www.slagstar.at. Das von Wopfinger entwickelte Produkt besteht aus Reststoffen der Stahlindustrie. Slagstar-Beton besitzt bessere Materialeigenschaften als herkömmlicher Zement gebundener Beton und eignet sich nicht nur für Spezialanwendungen, wie den Bau von Biogasfermentern. Für die Herstellung von wasserdurchlässigen, gebundenen Oberflächen hat Wopfinger den Parkwegebeton entwickelt.







Ein ökologisches und im Einbau sehr einfaches Produkt im Bereich der ungebundenen Oberflächen bietet die Firma Dornetshuber mit dem stabilizer an www.stabilizer2000.com. Damit können begeh- und befahrbare Wege, aber auch Fugen für gepflasterte Plätze ausgeführt werden. Stabilizer ist ein ungiftiges, pflanzliches Bindemittel. Der Belag kann komplett wiederverwertet werden.





Im Anschluss an den theoretischen Teil der Veranstaltung wurde der Einbau von Parkwegebeton und stabilizer-Belag im angrenzenden Schaugarten demonstriert. Die Ergebnisse sind im Schaugarten „Der Materialgarten – Rohstoffe und Natur“ rund um das S-HOUSE zu besichtigen.

Nähere Informationen finden Sie unter Bericht über die Ökologische Bewertung von Gartengestaltung

 
 
 

S-HOUSE

  Mit dem S-House wird das „Faktor 10“-Konzept im Baubereich umgesetzt und den Kriterien nachhaltigen Bauens entsprochen. Die Reduktion des Energieverbrauchs auf ein Zehntel im Vergleich zum heutigen Stand der Technik wird durch den Einsatz der Passivhaustechnologie erreicht. Durch die Verwendung...>>
 

 
Das Gebäudekonzept und die eingesetzten Komponenten entsprechen den gegenwärtigen Bedürfnissen der BenutzerInnen, ohne künftigen Generationen Entsorgungsprobleme zu hinterlassen oder eine Nachnutzung aufzuzwingen. Baustoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen stellen eine wesentliche Grundlage für ein nachhaltiges Bauen dar.
 

 
Das Projekt wird innerhalb der Programmlinie "Haus der Zukunft" durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. Unter "Haus der Zukunft" sind Wohn- und Bürobauten zu verstehen, die im Vergleich zur derzeitigen Baupraxis in Österreich Kriterien der erhöhten Energieeffizienz, des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energieträger, insb. Solarenergie, der erhöhten Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie des effizienten Materialeinsatzes, der vermehrten Berücksichtigung von Service- und Nutzungsaspekten für die BenutzerInnen von Wohn- und Bürogebäuden sowie dem Ziel der mit herkömmlichen Bauweisen vergleichbaren Kosten entsprechen.
 
 
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