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Bauen im 21. Jahrhundert? Wolkenkratzer aus Glas und Beton? Wie kann die Architektur der Zukunft aussehen? Der Wettbewerb „Sustainable Design and Architecture“ sollte Studierende inspirieren innovativ mit diesem Thema umzugehen. Es sollten Entwürfe für Informationszentren entstehen, die das Thema nachhaltiger Entwicklung vermitteln und selbst in ihrer Architektur das wertvolle Wissen regionaler traditioneller Bauweisen berücksichtigen, lokal vorhandene Materialien einbeziehen, größtenteils aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und erneuerbare Energiequellen zur Versorgung nutzen.

Angehenden Architekten und Designern soll die Vielfalt ressourceneffizienten, Kultur- und Klima angepasster Lösungen aus unterschiedlichen Kulturkreisen näher gebracht werden. Die Übertragung traditioneller Bautechnologien auf moderne Nutzungsanforderungen steht dabei im Zentrum des Wettbewerbs.
Initiator des Wettbewerbs, der in Kooperation mit der Fachhochschule Salzburg und weiteren internationalen Projektpartnern durchgeführt wird, ist Dr. Robert Wimmer, Leiter der GrAT (Gruppe Angepasste Technologie) an der TU Wien.
Nach einer Vorauswahl von Beiträgen die auf der Internetplatform (www.grat.at/competition) eingereicht wurden, wurden 25 Teilnehmer aus über 10 Ländern zu einem Workshop an die Fachhochschule Salzburg (Standort Kuchl) eingeladen, wo sie unter der Betreuung von Professoren und Experten führender Universitäten aus Japan, China und Europa Ihre individuellen Konzepte und Entwürfe weiterentwickeln. Aus Japan und China gibt es bereits Interesse einzelne Ergebnisse auch tatsächlich umzusetzen.
Die Ergebnisse der Arbeiten der angehenden ArchitektInnen aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Korea, China, Japan, Spanien, Kolumbien, Brasilien, Mexiko und den USA werden in einem eigens dafür gestalteten Ausstellungsbereich am Europäischen Forum Alpbach 2007, das heuer unter dem Motto "die Entstehung von Neuem" steht, gezeigt werden.

Dafür wird direkt vor dem Kongresszentrum ein von Architekt Georg Scheicher geplanter Pavillon aus ökologischem Recyclingholz (EVW - Eco Value Wood) errichtet. Das Material für den Pavillon wird vom japanischen Sponsor Sekisui zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich dabei um eine mehrfach prämierte Neuentwicklung eines ökologischen Holzwerkstoffes ohne synthetische Bindemittel. Mit dieser Technologie ist es möglich aus unbehandeltem Abfallholz aber auch aus Restholz aus der Durchforstung hochwertige und auch wirtschaftlich konkurrenzfähige Konstruktionswerkstoffe herzustellen. Von Seiten des japanischen Herstellers Sekisui besteht aktives Interesse an einem technologischen Austausch mit der österreichischen Holzindustrie.
Am 16. August wird die Ausstellung vom Präsidenten des Europäischen Forums Alpbach, dem Rektor der Fachhochschule Salzburg Dr. Erhard Busek und Vertretern des Ministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, das das Vorhaben maßgeblich unterstützt hat, eröffnet. Eine Delegation aus Japan wird ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen.
Kontakt: Dr. Robert Wimmer rw@grat.at www.grat.at
Weitere Informationen zum Architekturwettbewerb unter www.grat.at/competition
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